Interview mit Maj von Vintagency – THE KNOTS
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Interview mit Maj von Vintagency


Mitten im Prenzlauer Berg befindet sich VINTAGENCY, eine angesagte Agentur für Raumkonzepte. Die Gründer, Rosario und Maj sind große Fans von THE KNOTS und wir sind voller Freude mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Begeistert von Ihrem coolen Konzept und besonderen Gespür für Trends, möchten wir euch heute Maj vorstellen.

Wer bist Du?
Ich komme ursprünglich aus Frankfurt am Main und wohne nun seit 12 Jahren in Berlin, habe zwei wunderbare Söhne und lebe mit meiner Familie im Prenzlauer Berg. Vor knapp zwei Jahren habe ich mich selbständig gemacht...
 
Was machst Du?
Wir haben das Interior Design Büro VINTAGENCY gegründet. Beim Einrichten liegt unser Fokus auf Vintage Möbeln – von schönen No Name-Stücken bis hin zu Objekten mit Sammlerqualität. Diese ergänzen wir um handwerklich anspruchsvolle und hochwertige Entwürfe junger Designer und Labels. Da wir all das auf unserem Blog regelmäßig vorstellen, kamen häufig Anfragen, ob wir die gezeigten Produkte auch für Film- und Fotosets bereitstellen. Seit einiger Zeit bieten wir daher zudem den VINTAGENCY Prop Rental Service an.
 
Welchen Stil magst du privat?
Ich mag ausdrucksvolle Farben, hochwertig verarbeitete Möbel, aber auch skurrile Dinge- einen charmanten Mix ohne Stringenz. Ich finde es schön, wenn sich Wohnungen mit den Menschen, die dort leben, mit deren Bedürfnissen, Ansprüchen und Erfahrungen, verändern und stetig fließend wachsen. Jetzt, wo ich Kinder habe, muss ich meine Leidenschaft für Design und die Ansprüche der Kinder miteinander vereinbaren. Mir ist wichtig, dass die Kinder auch mal auf dem Sofa hüpfen oder durch die Wohnung jagen können. Unser Zuhause soll Wärme ausstrahlen, daher ist alles recht casual.
 
Was ist dein Lieblings Interieur Stück?
Gerade haben wir uns einen schönen Vintage Beni Ouarain Teppich mit einem tollen unregelmäßigen Rautenmuster für unser Esszimmer gekauft, der ist wahnsinnig flauschig. Außerdem liebäugele ich mit einem Gaetano Sciolari-Leuchter fürs Wohnzimmer. Der ist dann wahrscheinlich nächsten Monat mein Favorit.
 
Wo gehst Du auf die Suche nach Schätzen?
Wir arbeiten mit diversen Vintage Shops zusammen, da schau ich mir regelmäßig die ‚New Arrivals’ an – da findet man immer tolle Sachen, aber leisten kann man sich das natürlich nur hin und wieder. An Sonntagen stehe ich oft früh auf und gehe auf Flohmärkte, bevorzugt auf die nicht so angesagten, wo man zwischen einer Menge Gerümpel eigentlich immer etwas Tolles findet. Ich kehre dann ganz stolz von meinen kleinen Triumphzügen zurück.
 
Woher bekommst Du neue Inspirationen für Farben, Formen und Materialien?
Man geht in diesem Job mit einem bestimmten Blick durchs Leben. Manchmal sind es Farbspiele in der Natur, die einen inspirieren, ein schönes Gebäude oder ein Film. Oft ertappe ich mich aber auch dabei, wie ich vor dem Supermarktregal stehe und denke „das verwaschene Grün der Gewürzgurken neben dem intensiven Violett der roten Beete, das ist aber eine hübsche Farbkombination“, – man kann also auch etwas seltsam werden. Wenn es darum geht, gemeinsam mit Kunden Inspirationen für Räume und Produkte zu sammeln, arbeiten wir zu Anfang eines Projekts viel mit Pinterest. Das klappt super.
 
Wo ist Dein Lieblingsplatz in Berlin...?
Das kann ich nicht auf einen Platz herunterbrechen. Jetzt im Sommer finde ich die Nachmittage im Weinbergspark toll. Viele meiner Freunde wohnen in der Nähe oder kommen nach der Arbeit dort vorbei, um die Abendsonne zu genießen. Wenn ich Zeit finde, sind ziellose Spaziergänge durch die Stadt, bei denen man in Seitenstraßen und Hinterhöfe spaziert, mein kleiner Luxus. Berlin ist großartig, weil man so viele Möglichkeiten hat. Man weiß, niemals alles gesehen haben zu können – das entspannt mich.
 
Wie sieht ein perfekter Tag für Dich aus?
Das wäre ein heißer Sommertag, an dem Arbeit, Familie und Freunde ihren Platz finden. Ich starte den Tag im Büro mit Produktrecherchen und stöbere durch Materialmuster. Mittags sehe ich mir mit meinem Kollegen neue Räumlichkeiten an, die wir gestalten dürfen – irgendetwas Umwerfendes, eine Remise in einem verwunschenen Berliner Hinterhof vielleicht. Den Nachmittag verbringe ich mit meinen Kindern am See, wo wir Wassermelone essen und Kleckerburgen bauen. Mit meinem Mann und Freunden würde ich den Abend dann entspannt im Biergarten oder einer kleinen Weinbar ausklingen lassen. Das wäre ein rundum erfüllter Tag!
Vielen Dank für Deine Zeit und das tolle Interview liebe Maj!

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